Meine alte Schule hatte heute "Tag der offenen Tür". Und da mein Vater gleich nebenan auf der Solgraben Schule das ebenfalls hatte, habe ich doch die Gelegenheit genutzt, mir beide Schulen anzusehen. Ich muß gestehen, dass ich das erste Mal auf der Solgraben schule, die Haupt- und Realschule neben meinem alten Gymnasium war. Wir haben zwar einen angrenzenden Schulhof, aber im Gebäude war ich nie. Bisher sind die Wände alle schick bemalt, leider wird das aus Feuerschutzgründen noch geändert werden müssen.
In meiner alten Schule sah es doch fast noch so aus, wie vor 10 oder mehr Jahren. Obwohl ich aus dem Lehrerkollegium nur noch wenige und von den Schülern niemanden mehr erkenne. Gleich zum Anfang ist mir dann auch noch mein Mathematik Leistungskurslehrer über die Füße gelaufen. Schon ein seltsames Gefühl jemanden gegenüberzustehen, der einem mal so das Leben vermießen konnte, und nun überhaupt keine Bedeutung mehr hat. Merkwürdig, dass mich sein Verhalten auch nach diesen Jahren noch aufregen kann. Ich bin einfach zu nachtragend, habe beim Gang durch die Sonne beschlossen, das zu ändern. Ich habe mich damals nicht beschwert, wenn er auf Füße und gegen Beine getreten und manchen Schülern das Klassenbuch auf den Kopf gehauen hat. Mitlerweile ist es 10 Jahre her und interessiert vermutlich niemanden mehr. An sich ist er ja auch ein ganz engagierter Lehrer...
Das Gebäude kam mir dann so klein vor, unglaublich, dass ich hier 8 Jahre meines Lebens verbracht habe. Damals haben sich die ganze Welt, fast alle Beziehungen in diesem Haus abgespielt.
Ob es mir mit meiner Universität irgendwann genauso geht? Dass wir über den Campus laufen und schmunzeln wie wir uns damals abgeschuftet und ausgeruht haben. ;-)
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