So lange her ist vieles noch nicht, erst im Jahre 1968 wurde in Bayern die Bekenntnisschule, d.h. die nach Konfessionen getrennte Unterrichtung der Grundschüler, abgeschafft; an ihre Stelle trat die christliche Gemeinschaftsschule als Regelschule.
Warum ich nicht in Bayern Philosophie studieren möchte, "Vergleicht man die Gesamtzahl der jeweiligen Lehrstühle an bayerischen Universitäten mit der Zahl der Konkordatslehrstühle, so ergibt sich folgendes Szenerie: Von 31 Lehrstühlen für Pädagogik sind 7 von der katholischen Kirche kontrolliert (22,6%); von 12 Lehrstühlen in Politikwissenschaft 3 (25%); von 12 Lehrstühlen in Soziologie 4 (33,3%); von 19 Lehrstühlen in Philosophie haben 7 eine katholische Ausrichtung (36,8%)."
Weiterhin wird in dem Artikel erklärt, "Das Organ der Philosophie ist die Vernunft; das Organ der Religion ist der Glaube. Trotz der ständigen Versicherung des Gegenteils von Seiten der katholischen Theologen, zuletzt auch von Seiten des Papstes in seiner Regensburger Rede, sind Vernunft und Glaube doch etwas prinzipiell Verschiedenes.
Die Philosophie setzt auf Wissenschaft, auf Überprüfbarkeit und Kommunikation; die Religion hat es mit Unbegreiflichem und mit Offenbarung zu tun. Es gibt wohl auch ein gemeinsames Interesse, die Aneignung der Welt, doch wird dieses Ziel auf völlig verschiedenen Wegen verfolgt: auf dem Weg der Vorstellung, der Bilder und Mythen bzw. auf dem Wege des Begriffs. Sobald die Religion argumentiert, verlässt sie ihr eigenes Terrain. Sobald sich die Philosophie Glaubensfragen zuwendet, versucht sie, das prinzipiell Absurde und Unvernünftige mit Hilfe der Vernunft zu durchdringen."(telepolis.de)
Mir kommt es jedoch so vor, als sei jede philosophische Grundüberzeugung auch eine Glaubensfrage. Welches Menschenbild habe ich? Welche Werte vertrete ich? Ich kann zwar Experimente anführen, aber die Bewertung von Ergebnissen erfolgt dann doch nach meinen Überzeugungen. Ich erzeuge mir ein Weltbild.
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