30 July 2008

Superhelden? Hancock, Jumper and The Dark Knight

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Und diesmal sogar drei Filme in einem!

Fangen wir mit den misslungeneren an: Hancock und Jumper. Beide Male leider eine gute Idee nicht zu einem guten Film entwickelt. Hancock waere ein guter Anti-Superman, er hat zwar Superkraefte und kann fliegen, saeuft aber und ist obdachlos. Der Jumper kann durch den Raum springen, sozusagen beamen, nutzt diese Faehigkeit aber nicht um zu helfen, sondern um zu stehlen und sich ein schoenes Leben zu leisten.
Leider entwickelt sich Hancock zu einer sehr schnulzigen Liebesgeschichte, von der auch die recht gelungenen Actionszenen nicht ablenken koennen. Bei Jumper hat man wohl das Geld am Drehbuch gespart, denn es entwickelt sich gar keine Geschichte. Positiv sind also hauptsaechlich die Spezial Effekts von Weta. Die Charaktere haben leider weder genug Hintergrund noch bemerkenswerte Dialoge.
Und so ist das Anschauen von beiden Filmen eher enttaeuschend, vor allem, weil man aus den Figuren viel haette machen koennen und sie auf jeden Fall fuer einen spannenden Actionfilm gut gewesen waeren.

The Dark Knight hingegen hat mich ueberzeugt. Auch hier ist die Geschichte schnell erzaehlt: Batman hadert mit seinem Job, der Joker geniesst das Chaos und die Justiz muss einen hohen Preis fuer ihre Rechtmaessigkeit zahlen. Jedoch ist dies fuer einen Actionfilm nicht unbedingt schlecht und die Charaktere sind interessant genug um auch in Ueberlaenge zu fesseln. Vor allem Heath Ledger als Joker ist beeindruckend, er laesst die Figur trotz aller Ueberzeichnung glaubwuerdig erscheinen. Christian Bale sieht gewohnt fit aus. Und am Ende gewinnt wieder mal das Gute... oder auch nicht, und das macht die Staerke des Films aus.

2 comments:

Anonymous said...

Schöne Rezensionen! Daran orientiere ich mich (Jumper hätte mich ja interessiert, aber ohne Story?) bei den nächsten Kino-Besuchen.

Gestern haben wir auf DVD "Constantine" angesehen, ein Engel-&-Dämonen-Actiondrama mit Keanu Reeves als Exorzist John Constantine, ebenfalls ein gebrochener Superheld. Viele überraschende Wendungen und Anspielungen, leider eine etwas zu gemischt eklektische bis dogmatische Interpretation des Katholizismus (und seiner über- bzw. unterirdischen Nebenwelten), aber für einen Comic-Helden-Film glaubhafte Charaktere, dazu Spezialeffekte, die eigenständig, aber nicht überbordend, laut, aber nicht nur knallig, stets um die Darstellung eines metaphysischen Geschehens durch unscheinbarere sichtbare Symbolik bemüht sind, und die Schauspieler schauspielen lassen, ergeben zusammen einen abgefahrenen, von der Masse sich abhebenden und daher lohnenswerten Film, den ich mir hier einmal in zwei(!) Sätzen zu rezensieren erlaubt habe.

Schöne Grüße!

thierna said...

;-) ja so einer Rezension koennte ich sonst auch einen Platz im Reviewteil einraeumen. Wobei mich der Film nicht so sehr ueberzeugt hat, aber durchaus unterhaltsam war.