15 July 2008

An die Arbeit...

die Welt muss schliesslich noch gerettet werden...

Auf Telepolis bin ich auf einen Beitrag zum Thema "Wir brauchen Zahlen, keine Adjektive!" Ein Physikprofessor mischt die Energiedebatte auf" gestossen.

Auf dem Blog des Professors erlaeutert er Zahlen zur Klimawende und zur Energiedebatte.

Fazit ist in allen Faellen, dass wir grosse Schwierigkeiten bekommen werden, den jetztigen Energiehunger zu stillen. Es gibt weder genuegend grosse Uranvorkommen fuer den Bau weiterer Atomkraftwerke, von den zukuenftigen Problemen mit der Absicherung der Abfaelle und den Risiken einmal abgesehen, noch genuegend Flaechen fuer den Aufbau von Solar- oder Windkraftanlagen.

Einfache Tips zum Senken seines persoenlichen Carbon-Footprints gibt es im Internet. So oder so ist nur Konsumverzicht eine brauchbare Loesung, diese wird aber bisher noch nicht so weit kommuniziert. Wer will schon auf seinen (Flug-)Urlaub in die Sonne verzichten? Man kann jedoch auch eine Tour auf einem Cargofrachter buchen.

Oder man setzt zumindest seine Unterschrift unter online Listen, z.B. eine die fordert, dass Atomkraftwerke eine Haftpflichtversicherung in voller Hoehe der bekannten Risiken haben muessen sollten.

Als kleine Motivation kann man sich auch Bilder von Motorradtouren durch die Umgebung von Tschernobyl ansehen.

3 comments:

Anonymous said...

Stichwort: Konsumverzicht.
Kontext: Wir alle müssen Konsumverzicht leisten.
Subtext: Wir müssen alle den Gürtel enger schnallen.

Problem: Interpretieren wir "Konsumverzicht" als "Verzicht auf die Befriedigung unserer Bedürfnisse" (oder eines Teils unserer Bedürfnisse), erhält der Begriff Konsumverzicht eine negative Bedeutung, da die Befriedigung unserer Bedürfnisse etwas Positives ist. Außerdem wird die Motivierung zum Konsumverzicht problematisch, sobald deutlich wird, dass unsere Bedürfnisse und deren Befriedigung Dinge sind, die uns normalerweise zu unserem Verhalten motivieren.

Lösung für die Ewigkeit: Ich glaube, es ist eine marxistische Tradition (und würde in Das Kapital, Bd. 1, suchen), zu unterscheiden zwischen unseren wahren Bedürfnissen und solchen "Bedürfnissen", die wir fälschlich für unsere wahren Bedürfnisse halten. Im Marxismus ist die Sache einfach: Sobald die Revolution (sollte ich dieses Wort hier lieber nicht schreiben, damit dieser Blog nicht den Geheimdienst auf sich aufmerksam macht? Oder macht vielmehr das Wort Geheimdienst den Geheimdienst auf diesen Blog aufmerksam?) da ist, haben wir plötzlich nur noch unsere "wahren Bedürfnisse". Damit sind alle Probleme gelöst, insbesondere dass wir etwas haben wollen, was wir nicht haben können. Das sei nämlich Ausdruck der kapitalistischen Gesellschaftsstruktur, nicht etwa der menschlichen Natur.

Lösung für heute: Feststellen, was meine wahren Bedürfnisse heute sind, und danach handeln. Spart Strom. Ehrlich.

thierna said...

Ich moechte hauptsaechlich Dinge haben, die ich noch nicht habe...

;-)

Am einfachsten ist es wohl auf das Anschaffen von Dinge zu verzichten, die man sowieso schon hat, z.B. nicht mehr Essen zu kaufen, als man tatsaechlich in der Zeit bis zum Verfall isst oder sich kein neues Handy anschaffen, solange das alte noch funktioniert oder sich einfach kein Festnetztelefon anschaffen, wenn man ein Handy hat und umgekehrt.

Anonymous said...

Auf die Gefahr hin eine 'gleiche' Meinung zu äußern wie thierna, behaupte ich jetzt einfach mal: Ich will auch viele Dinge haben, die ich noch nicht habe!

...Einen Spritschluckenden Ferrari z. B., aber als Ausgleich dafür ein Segelboot (Windkraft!!); dann möchte ich eine große Villa irgendwo am Wasser (dann muss ich mit dem Ferrari nicht so viel Sprit verbrauchen, bis ich am Hafen mit dem Anlegeplatz für mein Boot bin)...
Vorbildlich, oder? ;-)